Bangladesch: Keine Diskriminierung von queeren Studierenden!

Universitäten in Bangladesch exmatrikulieren Studierende und übergeben sie der Polizei – nur wegen ihrer Identität. Unterschreibe die Petition, um das Ende dieser Verfolgung zu fordern.

Wenn Studierende einen Hörsaal betreten, sollten sie an ihre Zukunft denken – und nicht daran, ob Kommiliton*innen sie wegen ihrer Identität bei der Hochschulleitung anschwärzen.

An der Hajee Mohammad Danesh Universität für Wissenschaft und Technologie in Bangladesch ist diese Angst bittere Realität. Im Mai 2026 exmatrikulierte die Hochschulleitung vier Studierende und übergab zwei weitere direkt der Polizei. Nicht, weil sie jemandem geschadet hätten, sondern aufgrund der bloßen Behauptung, sie seien schwul. Der Prorektor der Universität verkündete eine "Null-Toleranz"-Politik gegen das, was er als "gesellschaftlichen Verfall" bezeichnete. Die Betroffenen verloren ihren akademischen Status, ihre Wohnheimplätze und ihre Freiheit – noch bevor überhaupt eine Untersuchung stattgefunden hatte.

Seit Januar 2026 breitet sich ein dokumentiertes Muster von Festnahmen, Mob-Angriffen und institutioneller Verfolgung in ganz Bangladesch aus. An einer medizinischen Hochschule in Dhaka wurde ein Student dazu gedrängt, die Namen anderer schwuler Studierender zu verraten. Fünf Personen, darunter vier Studierende, wurden daraufhin von einem mobilen Gericht inhaftiert und aus ihren Unterkünften geworfen. Trans* Personen, die sich friedlich in Dhaka versammelten, wurden gewaltsam angegriffen – als sie Anzeige erstatten wollten, weigerte sich die Polizei zu handeln. Zwei Frauen, die als Partnerinnen zusammenleben wollten, wurden nach einer Familienbeschwerde in Gewahrsam genommen und ins Gefängnis gesteckt.

In keinem einzigen Fall wurde einem anderen Menschen geschadet. Menschen wurden für eine private Beziehung oder ihre persönliche Identität bestraft. Unter Paragraf 377 des Strafgesetzbuches – einem Gesetz aus der Kolonialzeit – sind einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen in Bangladesch eine Straftat und bieten die rechtliche Grundlage für Festnahmen und Inhaftierungen. Doch viele dieser Fälle gehen noch weiter: Universitäten werfen Studierende vor jeder Untersuchung raus, die Polizei erpresst Namenslisten und die Behörden behandeln Mob-Gewalt, als wäre sie kein Verbrechen. Das Gesetz ermöglicht die Verfolgung – und die Institutionen entscheiden sich aktiv dafür, sie noch weiter voranzutreiben.

Die Verfassung von Bangladesch garantiert die Gleichheit vor dem Gesetz und das Recht auf persönliche Freiheit. Das internationale Recht schützt Privatsphäre, Würde und Gleichbehandlung. Doch diese Schutzrechte werden einfach ignoriert.

Unterschreibe die Petition, um die Behörden aufzufordern, die exmatrikulierten Studierenden wieder aufzunehmen, die wegen einvernehmlicher Beziehungen Inhaftierten freizulassen und echten gesetzlichen Schutz für LGBT*-Menschen zu verankern.

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An die Regierung von Bangladesch; das Bildungsministerium von Bangladesch; das Innenministerium von Bangladesch; den Vizekanzler der Hajee Mohammad Danesh Universität für Wissenschaft und Technologie; die Leitung des Dhaka Unani Medical College.

Wir sind zutiefst besorgt über die schweren und eskalierenden Menschenrechtsverletzungen gegen LGBT*-Menschen in Bangladesch, insbesondere an Universitäten.

Seit Januar 2026 wurden folgende Vorfälle dokumentiert: Zwei junge Männer wurden von Universitätsmitarbeitenden der Hajee Mohammad Danesh Universität (HSTU) in Dinajpur festgehalten und der Polizei übergeben; ein Student an einer medizinischen Hochschule in Dhaka wurde einem Verhör unter Zwang ausgesetzt, um die Namen anderer schwuler Studierender zu erpressen, woraufhin fünf Personen durch ein mobiles Gericht inhaftiert und aus ihren Studentenwohnheimen geworfen wurden; im April wurden trans* Personen bei einer friedlichen Versammlung in Dhaka von einem gewalttätigen Mob angegriffen, woraufhin die Polizei sich weigerte, die Anzeige der Opfer aufzunehmen; zwei Frauen wurden nach Familienbeschwerden über ihre einvernehmliche Beziehung ins Gefängnis gesteckt; und im Mai 2026 wurden vier HSTU-Studierende exmatrikuliert sowie zwei weitere der Polizei übergeben.

In keinem dieser Fälle wurde ein Schaden für andere Personen geltend gemacht. Menschen wurden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität festgehalten, exmatrikuliert oder inhaftiert. Dies verletzt die Artikel 27, 31 und 32 der Verfassung von Bangladesch, die die Gleichheit vor dem Gesetz, das Recht auf rechtlichen Schutz und die persönliche Freiheit garantieren. Es verstößt zudem gegen die Verpflichtungen Bangladeschs aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, die das Recht auf Privatsphäre, Würde und Freiheit von Diskriminierung schützen.

Wir fordern Sie auf:

Die akademischen Rechte der Studierenden, die an der HSTU und anderen Institutionen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung exmatrikuliert oder suspendiert wurden, unverzüglich wiederherzustellen;

Die Anklagen gegen Personen, die wegen einvernehmlicher gleichgeschlechtlicher Beziehungen inhaftiert sind, fallenzulassen und ihre Freilassung zu erwirken;

Den Einsatz von Verhören unter Zwang zur Identifizierung von LGBT*-Studierenden lückenlos zu untersuchen;

Sicherzustellen, dass die Polizei Anzeigen von LGBT*-Personen aufnimmt, die Opfer von Gewalt wurden, und die Verantwortlichen für den Angriff im April in Dhaka strafrechtlich zu verfolgen;

Klare Richtlinien an allen Bildungseinrichtungen einzuführen, die LGBT*-Studierende vor Schikane, willkürlichen Disziplinarmaßnahmen und der unbefugten Offenlegung ihrer Identität schützen; und als notwendigen langfristigen Schritt:

Paragraf 377 des Strafgesetzbuches aufzuheben, der einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen kriminalisiert und die rechtliche Basis für diese Verfolgungen bildet.

Wir fordern Sie dringend auf, zu handeln.


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