Ohio: Drag ist kein Verbrechen

In Ohio will der Senat das Gesetz HB 249 verabschieden. Es ist so schwammig formuliert, dass es fast alles kriminalisieren könnte – von Drag-Performances bis zum Tragen eines Sport-BHs in der Öffentlichkeit.

Was man trägt sollte kein Verbrechen sein.

Doch genau das versucht die Regierung des US-Bundesstaats Ohio gerade zu erreichen: Sie will allen Menschen vorschreiben, wie sie sich in der Öffentlichkeit kleiden und ausdrücken sollen – völlig unabhängig von ihrem Geschlecht.

Im März 2026 hat das Repräsentantenhaus von Ohio den Gesetzentwurf "House Bill 249" (HB 249) verabschiedet. Das Gesetz richtet sich gezielt gegen Drag-Performer*innen und gender-nichtkonforme Menschen, indem es sie mit "Erotik-Kabarett" gleichsetzt. Doch es geht noch weiter: Durch eine Gesetzesänderung wird der Begriff "Geschlechtsteile" durch den vagen Ausdruck "intime Bereiche" ersetzt. Damit schafft der Staat einen gefährlichen Präzedenzfall für staatliche Willkür.

Fachleute aus der Rechtswissenschaft warnen: Diese unklare Sprache könnte dazu genutzt werden, Frauen zu schikanieren – zum Beispiel, wenn sie keinen BH oder einen Sport-BH tragen oder sich auf eine Weise kleiden, die der Staat als "anstößig" empfindet. Polizistinnen und Polizisten werden so zu einer Sittenpolizei, die die Macht hat, dich wegen deines Outfits festzunehmen.

Für die queere Community steht sogar noch mehr auf dem Spiel. HB 249 macht es für trans* Personen oder gender-nichtkonforme Menschen praktisch zu einer Straftat, einfach nur in der Öffentlichkeit zu existieren. Wenn ihr Aussehen nicht einer strengen, staatlich verordneten Norm entspricht, riskieren sie eine Anzeige.

Das ist verfassungswidrige Zensur. Ob in kleinen Theatern oder in öffentlichen Parks – das Recht auf freie Meinungsäußerung wird hier direkt angegriffen. Wir dürfen nicht zulassen, dass der Staat den Vorwurf der "Erregung öffentlichen Ärgernisses" als Waffe nutzt, um Menschen aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen.

Wir fordern den Senat und den Gouverneur von Ohio auf:
– Lehnt HB 249 ab und schützt die Bürgerrechte aller Menschen in Ohio.
– Verteidigt die Meinungsfreiheit: Stellt sicher, dass künstlerische Freiheit – einschließlich Drag – vor staatlicher Schikane geschützt bleibt.
– Schützt die Würde aller: Beendet die gezielte Verfolgung von Personen, die sich nicht geschlechterkonform kleiden.

Die Regierung sollte Menschen schützen, statt ihre Kleiderschränke zu kontrollieren.

Unterschreibe jetzt und fordere die Abgeordneten in Ohio auf, mit NEIN gegen HB 249 zu stimmen.

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An den Senat von Ohio und Gouverneur Mike DeWine

Wir fordern Sie auf, den Gesetzentwurf House Bill 249 (HB 249) abzulehnen und die grundlegenden Bürgerrechte aller Menschen in Ohio zu schützen.

Dieses Gesetz führt unter dem Vorwand einer 'Modernisierung' gefährlich vage Definitionen ein. Diese bedrohen die Meinungsfreiheit und die Privatsphäre aller Bürgerinnen und Bürger. HB 249 weitet die Definition von 'Erregung öffentlichen Ärgernisses' auf 'intime Bereiche' und 'geschlechtsuntypische' Kleidung aus. Das öffnet willkürlichen Polizeikontrollen und staatlicher Schikane Tür und Tor.

Individuelle Freiheit bedeutet das Recht, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, ohne dass der Staat die eigene Kleidung oder Identität kontrolliert.

Wir fordern Sie auf:

Stimmen Sie gegen HB 249: Stoppen Sie diese gefährliche Ausweitung staatlicher Macht über den persönlichen Ausdruck und das öffentliche Erscheinungsbild.

Schützen Sie die Meinungsfreiheit: Erkennen Sie an, dass Drag und alle Formen von Performance-Kunst geschützte Ausdrucksformen sind – und keine 'Unanständigkeit'.

Verhindern Sie staatliche Übergriffe: Lehnen Sie die vage Formulierung zu 'privaten Bereichen' ab. Diese könnte Alltagskleidung wie Sport-BHs oder das Gehen ohne BH kriminalisieren.

Legen Sie ein Veto gegen diskriminierende Gesetze ein: Weigern Sie sich, Gesetze zu unterzeichnen, die 'Schutz' als Vorwand nutzen, um Menschen ihre Würde und ihre Bürgerrechte zu entziehen.

Die Aufgabe der Regierung ist es, den Menschen zu dienen – nicht ihren persönlichen Ausdruck zu reglementieren.

Handeln Sie jetzt, um die Freiheit in Ohio zu schützen.


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