Der neue haitianische Strafgesetzentwurf hat zuvor vorgesehenen Schutzmaßnahmen gestrichen. Fordern wir ihre dringende Wiedereinführung.
In Haiti sah der Entwurf des neuen Strafgesetzbuchs endlich Schutzmaßnahmen gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung vor. Diese Artikel hätten Hass bestrafen und LGBT*-Personen einen rechtlichen Schutz bieten können. Doch bei der endgültigen Verabschiedung wurden diese Bestimmungen schlicht und einfach gestrichen.
Heute enthält das geltende Strafgesetzbuch keinerlei Bezug mehr zur sexuellen Orientierung. In Strafsachen – einschließlich Fällen von Vergewaltigung, Mord oder schwerer Gewalt – wird die sexuelle Orientierung des Opfers nicht als erschwerender Umstand anerkannt.
Die haitianische Regierung muss die Schutzbestimmungen gegen Diskriminierung dringend wieder einführen und klarstellen, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind.