Liebe bleibt Halal: Rettet die Ibn Rushd-Goethe Moschee

Fordere jetzt die Rettung der Ibn Rushd-Goethe Moschee! Weil sie queere Muslim*innen beriet, musste der offene Betrieb eingestellt werden

Die 2017 gegründete Moschee, in der männliche, weibliche und nicht-binäre Muslim*innen gemeinsam beten können, steht für einen liberalen, progressiven Islam.

In den letzten sechs Jahren bot die Moscheegemeinde einen Platz für muslimische Zusammenkünfte, Gebet, aber auch (interreligiöse, gleichgeschlechtliche und diverse) Eheschließungen sowie religiöse Scheidungen auch für misshandelte Frauen an. Sie erfüllte seelsorgerische Aufgaben, insbesondere zur Unterstützung von LGBTIAQ+-Muslim*innen bei der Vereinbarung ihres muslimischen Glaubens mit ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität. 

Von Beginn an war die Moschee Hass, Drohungen und physischen Angriffen ausgesetzt. Die Gründerin, Rechtsanwältin, Autorin und Imamin Seyran Ateş steht ohnehin seit 2006 unter ständigen Personenschutz durch das LKA-Berlin.

Aber die Gefahrenlage hat nun eine neue Dimension erreicht! Im Oktober erfuhr die Moschee, dass es konkrete Anschlagspläne seitens der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gegen sie gab. Hier werden sie als „Ort der Teufelsanbetung“ verleumdet und neben jüdischen Einrichtungen als Ziel für ein Attentat markiert. 

Um erste Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, musste die Moschee ihre Angebote zunächst auf Online-Veranstaltungen umstellen anstatt wie bisher vor Ort. Die Moschee ist seitdem für den offenen Betrieb geschlossen. Eine komplette Schließung zum 31.12.2024 droht!

Die Ibn Rushd-Goethe Moschee fühlt sich vor allem von der Politik im Stich gelassen, die es versäumt hat, sie in den letzten 6 Jahren in die Islampolitik einzubeziehen, um auch progressiven Muslim*innen eine Stimme zu verleihen. Stattdessen wurden weiterhin Vereinbarungen mit konservativen Islamverbänden geschlossen, obwohl bereits lange bekannt war, welche problematischen Islamverständnisse in den Verbänden und ihren Moscheen verbreitet werden. Die Ibn Rushd-Goethe Moschee durfte auf der Deutschen Islamkonferenz nicht als Stimme der LGBTIAQ+ Community sprechen. Dies wurde mit dem Argument, es würde sich um innermuslimische Konflikte handeln, verweigert.

Im Zuge ihrer Bildungsarbeit an deutschen Schulen beobachtet das Team der Moschee, wie immer mehr muslimische Kinder und Jugendliche ihre Abneigung gegenüber Demokratie und Menschenrechten offen zeigen.

Die massive Welle des Hasses in Form von Beleidigungen und Morddrohungen, vor allem über die sozialen Medien, machte erneut deutlich, wie wichtig die Arbeit der Ibn Rushd-Goethe Moschee für die Menschen ist, die in muslimischen Kontexten Unterdrückung und Diskriminierung erfahren. Nun möchte die Moschee zeigen: Euer Hass kann uns nicht kleinkriegen, denn LIEBE BLEIBT HALAL! Wir glauben an den liebenden und barmherzigen Gott, der uns geschaffen hat, wie wir sind.


Unterschreibe jetzt, und fordere die Rettung der Ibn Rushd-Goethe Moschee!

 

 

 

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An Bundesregierung, Sicherheitsbehörden, Berliner Senat - all diejenigen, die es bisher unterlassen und verweigert haben, ihre Unterstützung zu geben.:

Die liberale Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin bleibt wegen einer konkreten Terrordrohung von IS-Terroristen im kommenden Jahr für den offenen Betrieb geschlossen.

Die Moschee, die in ihren Räumen seit 2017 unter anderem Seelsorge, Lebensberatung und Veranstaltungen für queere Muslim*innen angeboten hatte und für queere Menschen mit der Anlaufstelle Islam und Diversity immer ein sicherer Hafen war, kann somit ihre Arbeit nur sehr eingeschränkt fortführen. Das muss sich zeitnah ändern. Denn das Team der Moschee weiß, dass es gebraucht wird. Die Einzel- und Gruppenanfragen nehmen nicht ab, Einzelpersonen und Gruppen wollen betreut und beraten werden.

Wir fordern daher:

- Neue, sichere Räumlichkeiten, in denen die Moschee vor allem ihre offene Arbeit sicher weiterführen kann.
- Eine nachhaltige Hilfe in Form einer Finanzierung der Moschee und ideellen Förderungen. 
- Die Einbeziehung von mehr liberalen muslimischen Sprecher*innen und Institutionen in relevante Debatten.
- Eine radikale Bildungsreform und ein Ausbau von politischer Bildung: Gerade an sogenannten Brennpunktschulen muss es eine Konzentration auf die Kompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen und Demokratie geben.
- Den „Expertenkreis Politischer Islamismus“ wieder einzusetzen und über weitere Expert*innenkreise nachzudenken, um die Demokratiebildung zu fördern.


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