Wir fordern Gerechtigkeit für den Mord an Sara und sofortiges Handeln gegen die Welle der Gewalt, die sich gegen LGBT*-Personen in Kolumbien richtet.
Warnung: Der folgende Text beschreibt die Details eines gewaltsamen, transphoben Mordes und kann belastend oder retraumatisierend wirken.
Update – April 2026: Aufgrund des öffentlichen Drucks wurde der Verdächtige „TT“ in Gewahrsam genommen. Doch die Gerechtigkeit lässt auf sich warten: Der Prozess ist seit Januar ausgesetzt. Wir dürfen nicht zulassen, dass die bloße Verhaftung das Ende des Weges ist. Wir fordern umgehendes Handeln, um sicherzustellen, dass für Sara, ihre Freund*innen und ihre Familie Gerechtigkeit siegt.
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Am 7. April 2025 wurde ein schreckliches Verbrechen gemeldet: der Mord an Sara, einer trans* Frau, die brutal angegriffen und in den Playa Rica Fluss geworfen wurde. Ihre Arme und Beine wurden gebrochen, bevor sie ins Wasser geworfen wurde. Obwohl Menschen anwesend waren, half ihr niemand. Sara schrie vor Schmerzen, aber die Antwort war Stille. Sie wurde Opfer extremer Gewalt, die immer häufiger stattfindet und oft ignoriert wird.
Ein erschütterndes Video, das die Szene zeigt, kursiert in den sozialen Medien. Es ist schmerzhafter Beweis für den Hass und die Kälte einer Gesellschaft, die gelernt hat, wegzusehen. Diese Gleichgültigkeit war auch ein Todesurteil für Sara. Und es ist die gleiche Gleichgültigkeit, die heute jene ungestraft lässt, die uns angreifen, verfolgen und ermorden.
Was Sara passiert ist, ist kein Einzelfall. Es ist Teil systematischer Gewalt, die sich zunehmend gegen LGBTIQ* Personen in Kolumbien richtet, insbesondere gegen trans* Personen. Diejenigen, die uns hassen, begnügen sich nicht damit, uns physisch anzugreifen; sie wollen unsere Existenz löschen, unsere Rechte verwehren, und unsere Stimmen zum Schweigen bringen.
Im Jahr 2025 wurden in Kolumbien bereits 24 LGBTIQ* Personen ermordet. Vierundzwanzig. Jede*r mit einem Namen, einer Geschichte, Träumen. Und in den letzten sechs Jahren haben wir über 200 Fälle systematischer Vernichtung von Personen mit trans* Lebenserfahrungen verzeichnet, was Kolumbien zum zweithäufigsten Land in Südamerika nach Brasilien macht, in dem solche Fälle registriert wurden. (DMT 2024, GAAT). Diese schockierende Zahl wächst weiter, während der Staat tatenlos bleibt und keine echten Antworten oder konkreten Maßnahmen bietet.
Saras Tod darf nicht ungestraft bleiben. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie nur eine weitere Statistik wird. Wir brauchen sofortige Handlungen, echte Gerechtigkeit und die Garantie ohne Angst leben zu können.
Wir fordern ein festes, sofortiges und anhaltendes Engagement zum Schutz unseres Lebens von der Generalstaatsanwaltschaft, dem Ombudsbüro der Stadt Bello, dem Ministerium für Gleichstellung, dem Bürgermeisteramt von Bello und der Regierung von Antioquia. Öffentliche Erklärungen reichen nicht aus: Wir brauchen wirksame öffentliche Politiken, sofortigen Schutz und eine starke Reaktion auf diesen Notfall.