Gerechtigkeit für Sara und alle trans* Personen in Kolumbien
Kampagneninhalt
Warnung: Der folgende Text beschreibt die Details eines gewaltsamen, transphoben Mordes und kann belastend oder retraumatisierend wirken.
Am 7. April 2025 wurde ein schreckliches Verbrechen gemeldet: der Mord an Sara, einer trans* Frau, die brutal angegriffen und in den Playa Rica Fluss geworfen wurde. Ihre Arme und Beine wurden gebrochen, bevor sie ins Wasser geworfen wurde. Obwohl Menschen anwesend waren, half ihr niemand. Sara schrie vor Schmerzen, aber die Antwort war Stille. Sie wurde Opfer extremer Gewalt, die immer häufiger stattfindet und oft ignoriert wird.
Ein erschütterndes Video, das die Szene zeigt, kursiert in den sozialen Medien. Es ist schmerzhafter Beweis für den Hass und die Kälte einer Gesellschaft, die gelernt hat, wegzusehen. Diese Gleichgültigkeit war auch ein Todesurteil für Sara. Und es ist die gleiche Gleichgültigkeit, die heute jene ungestraft lässt, die uns angreifen, verfolgen und ermorden.
Was Sara passiert ist, ist kein Einzelfall. Es ist Teil systematischer Gewalt, die sich zunehmend gegen LGBTIQ* Personen in Kolumbien richtet, insbesondere gegen trans* Personen. Diejenigen, die uns hassen, begnügen sich nicht damit, uns physisch anzugreifen; sie wollen unsere Existenz löschen, unsere Rechte verwehren, und unsere Stimmen zum Schweigen bringen.
Im Jahr 2025 wurden in Kolumbien bereits 24 LGBTIQ* Personen ermordet. Vierundzwanzig. Jede*r mit einem Namen, einer Geschichte, Träumen. Und in den letzten sechs Jahren haben wir über 200 Fälle systematischer Vernichtung von Personen mit trans* Lebenserfahrungen verzeichnet, was Kolumbien zum zweithäufigsten Land in Südamerika nach Brasilien macht, in dem solche Fälle registriert wurden. (DMT 2024, GAAT). Diese schockierende Zahl wächst weiter, während der Staat tatenlos bleibt und keine echten Antworten oder konkreten Maßnahmen bietet.
Saras Tod darf nicht ungestraft bleiben. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie nur eine weitere Statistik wird. Wir brauchen sofortige Handlungen, echte Gerechtigkeit und die Garantie ohne Angst leben zu können.
Wir fordern ein festes, sofortiges und anhaltendes Engagement zum Schutz unseres Lebens von der Generalstaatsanwaltschaft, dem Ombudsbüro der Stadt Bello, dem Ministerium für Gleichstellung, dem Bürgermeisteramt von Bello und der Regierung von Antioquia. Öffentliche Erklärungen reichen nicht aus: Wir brauchen wirksame öffentliche Politiken, sofortigen Schutz und eine starke Reaktion auf diesen Notfall.
Wir, die Unterzeichnenden, fordern:
- Dem Generalstaatsanwaltschaftsbüro: Führen Sie eine dringende strafrechtliche Untersuchung nach dem Prinzip der verstärkten Sorgfaltspflicht durch und stellen Sie Rechenschaftsräume über den Fortschritt der Ermittlungen zur Verfügung.
- Dem Ombudsbüro und städtischen Ombudsbüro in Bello: Führen Sie präventive und investigative Prozesse durch, stärken Sie die Institutionen in Bello und organisieren Sie eine Gedenkveranstaltung für das Opfer sowie eine symbolische Wiedergutmachungen.
- Dem Ministerium für Gleichstellung, Justizministerium, Bürgermeisteramt von Bello und der Regierung von Antioquia: Veröffentlichen Sie Stellungnahmen und führen Sie spezifische Politiken ein, um vorurteilsmotivierte Gewalt zu verhindern und Schutzwege für trans* Personen in Bello zu aktivieren.
Wir bitten außerdem:
- Die zuständigen Behörden, eine dringende Untersuchung mit einem differenzierten Ansatz in Bezug auf den Mord an Sara zu eröffnen.
- Die Verantwortlichen ordnungsgemäß zu bestraft.
- Effektive Präventions- und Schutzmaßnahmen für LGBTIQ* Personen, insbesondere trans* Personen, in Antioquia und im ganzen Land umzusetzen.
- Dass die Straflosigkeit bei von Hass motivierten Verbrechen beendet wird und dass diese Gewalt als nationale Notlage anerkannt wird.
1. April 2026
Verdächtiger in Gewahrsam – doch der Prozess bleibt ausgesetzt
1. April 2026
Verdächtiger in Gewahrsam – doch der Prozess bleibt ausgesetzt
Aufgrund des öffentlichen Drucks wurde der Verdächtige „TT“ in Gewahrsam genommen. Doch die Gerechtigkeit lässt auf sich warten: Der Prozess ist seit Januar ausgesetzt. Wir dürfen nicht zulassen, dass die bloße Verhaftung das Ende des Weges ist. Wir fordern umgehendes Handeln, um sicherzustellen, dass für Sara, ihre Freund*innen und ihre Familie Gerechtigkeit siegt.
Weitere Wege, aktiv zu werden – schon heute!
Meta: Kein Platz für Hassrede!
Meta erlaubt weltweit schädliche Hassrede gegen LGBT*-Personen auf Plattformen wie Facebook und Instagram. Unterschreibe die Petition, um Meta aufzufordern, diese gefährlichen Richtlinienänderungen sofort rückgängig zu machen!
Abstammungsrecht: Kein Gesetz ohne uns !
Endlich soll die lange überfällige Reform des Abstammungsrechts kommen - aber beim Gesetzesentwurf werden Regenbogenfamilien wieder ignoriert! Das darf nicht passieren!
Sachsen: Rettet queere Integrations- und Beratungsstellen!
70 von 91 Integrationsprojekten in Sachsen sollen wegfallen – auch alle Angebote für queere Geflüchtete. Ein gefährlicher Kahlschlag, der Zusammenhalt, Sicherheit und Menschenrechte bedroht.