USA: Farah hatte Schutz – jetzt ist sie in Gefahr

Farah bekam gerichtlichen Schutz. Dann wurde sie abgeschoben. Fordere, dass die USA aufhören, queere Menschen in Gefahr zu schicken.

Farah ist 21 Jahre alt. Ihre Familie hat sie geschlagen und versucht, sie zu töten, weil sie eine andere Frau liebt. Sie floh um ihr Leben, durchquerte sechs Länder und bat die Vereinigten Staaten um Schutz.

Ein US-Einwanderungsrichter prüfte ihren Fall und erließ eine Schutzanordnung: Farah darf nicht nach Marokko abgeschoben werden, weil ihr dort ernsthafter Schaden droht. Diese Entscheidung bekräftigte ein grundlegendes Versprechen des Gesetzes – niemand darf in die Verfolgung zurückgeschickt werden.

Drei Tage vor einer Anhörung zu ihrer Freilassung wurde Farah in Handschellen gelegt und auf ein Flugzeug gesetzt – nach Kamerun, ein Land, das sie nie zuvor betreten hatte und in dem Homosexualität ebenfalls illegal ist. Nach ihrer Inhaftierung dort wurde sie schließlich nach Marokko zurückgebracht. Jetzt lebt sie im Versteck – in der Angst, dass dieselben Verwandten, die sie einmal töten wollten, sie finden werden.
Farahs Fall ist kein Einzelfall. Dutzende Menschen wurden Berichten zufolge abgeschoben, obwohl US-Einwanderungsrichter ihnen Schutz gewährt hatten. Viele flohen vor Gewalt aufgrund ihrer sexuellen Orientierung.

Das geltende Recht ist eindeutig: Weder das US-amerikanische Recht noch internationale Standards erlauben es, jemanden an einen Ort abzuschieben, an dem ihm ernsthafter Schaden droht. Das schützt das Recht auf Leben, Sicherheit und ein faires Verfahren. Gerichtliche Schutzanordnungen müssen respektiert werden.

Wer trotzdem in ein Drittland abgeschoben wird, kann dort inhaftiert und erneut in Gefahr gebracht werden. Das untergräbt den Gleichheitsgrundsatz und erschüttert das Vertrauen in den Rechtsstaat – und es kostet echte Menschen ihre Freiheit, ihre Sicherheit, manchmal ihr Leben.

Farah bat um Schutz. Ein Richter bestätigte, dass sie ihn braucht. Die Regierung war verpflichtet, diese Anordnung umzusetzen.

Niemand darf in Gefahr geschickt werden, nachdem ein Gericht seinen Schutz angeordnet hat.

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U.S. Ministerium für Innere Sicherheit; U.S. Einwanderungs- und Zollbehörde; U.S. Minister für Innere Sicherheit; U.S. Generalstaatsanwalt

Farah, eine 21-jährige Frau, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vor schwerer familiärer Gewalt geflohen ist, erhielt von einem US-Einwanderungsrichter eine Schutzanordnung. Diese Anordnung besagte ausdrücklich, dass sie nicht nach Marokko abgeschoben werden darf, weil ihr Leben dort in Gefahr ist.

Trotzdem wurde sie in die USA abgeschoben – zunächst nach Kamerun, wo Homosexualität ebenfalls kriminalisiert ist, und schließlich nach Marokko. Sie versteckt sich jetzt und fürchtet um ihr Leben.

Dieser Fall wirft ernsthafte Fragen über die Achtung rechtsstaatlicher Grundsätze, die Autorität der Einwanderungsgerichte und die Verpflichtungen der USA nach nationalem und internationalem Recht auf.

Wir fordern Sie auf:

– Stoppen Sie sofort alle Abschiebungen in Drittländer in Fällen, in denen Betroffene gerichtliche Schutzanordnungen erhalten haben.

– Überprüfen Sie transparent alle Fälle, in denen Personen trotz gerichtlichem Schutz abgeschoben wurden.
Stellen Sie sicher, dass alle Abschiebungsverfahren vollständig mit US-Recht, Gerichtsbeschlüssen und internationalen Menschenrechtsverpflichtungen übereinstimmen.

– Garantieren Sie, dass alle von Abschiebung betroffenen Personen die Möglichkeit haben, eine Überstellung in ein Land, in dem sie gefährdet sein könnten, rechtlich anzufechten.

Die USA haben die rechtliche Autorität und die Verantwortung, sicherzustellen, dass ihre Einwanderungspraktiken das Recht auf ein faires Verfahren, Gerichtsentscheidungen und den Schutz menschlichen Lebens wahren.


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