ICE, die US-Einwanderungsbehorde, inhaftiert LGBT*-Asylsuchende ohne Vorstrafen, obwohl sie sich an alle Gesetze halten, und trennt gleichgeschlechtliche Familien. Fordere jetzt ein sofortiges Ende.
Die aktuelle US-Einwanderungspolitik schadet gezielt LGBT*-Menschen, die in den USA Schutz suchen – und bestraft sie dafür, dass sie sich an das Gesetz halten.
Seit Anfang 2025 nimmt ICE (U.S. Immigration and Customs Enforcement), die für Abschiebungen und Inhaftierungen zuständige US-Einwanderungsbehörde, queere Asylsuchende ohne Vorstrafen fest. Betroffen sind Menschen, die alle rechtlichen Vorgaben erfüllen, regelmäßig zu Terminen erscheinen und genau die Wege nutzen, die das US-Recht ausdrücklich vorsieht. Dabei werden verheiratete gleichgeschlechtliche Paare bei Routine-Terminen getrennt. Menschen werden inhaftiert, obwohl sie nichts anderes tun, als ihr Recht auf Asyl wahrzunehmen.
Asyl zu beantragen ist ein Menschenrecht – anerkannt sowohl im internationalen Recht als auch im US-amerikanischen Recht. Dennoch werden diese Menschen festgenommen, weil sie dieses Recht ausüben.
Während die US-Regierung öffentlich betont, man gehe gegen sogenannte "gefährliche Kriminelle" vor, sieht die Realität anders aus:
● Jorge Amado Hernandez, ein schwuler Mann aus Honduras, floh aus seinem Heimatland, nachdem Mitglieder der Gang MS-13 ihn mit dem Tod bedroht hatten, weil er mit einem anderen Mann gesehen wurde. Er hat keine Vorstrafen. Nach einer Flucht über Tausende Kilometer wird er in den USA nicht geschützt, sondern inhaftiert – noch bevor er seinen Asylantrag vortragen kann.
● In Washington, D.C. erscheint Elias Perez-Zuazo zu einem regulären ICE-Termin, den er seit Jahren pflichtgemäß wahrnimmt. Er ist mit einem US-Staatsbürger verheiratet, hat keine Vorstrafen und hält sich an alle Auflagen. Trotzdem wird er festgenommen. Eine rechtmäßige Ehe wird ohne Vorwarnung auseinandergerissen.
● Xiomara Suarez aus Peru betritt ihren vereinbarten Asyltermin, während ihre Ehefrau draußen wartet. Sie hat keine Vorstrafen, ist mit einer US-Staatsbürgerin verheiratet und beschreitet genau den rechtlichen Weg, den das US-Recht vorsieht. ICE nimmt sie noch vor Ort fest.
Keine dieser Personen ist kriminell. Es handelt sich um Asylsuchende, die genau das tun, was das Gesetz verlangt. Landesweit geraten LGBT*-Migrant*innen ohne Vorstrafen, die aktiv und in gutem Glauben mit den Behörden zusammenarbeiten, allein durch das Erscheinen zu verpflichtenden Terminen in Haft.
Dies geschieht in einem Klima zunehmend aggressiver Durchsetzung der Einwanderungspolitik. Am 24. Januar wurde in Minneapolis während eines Einsatzes ein US-Staatsbürger von Bundesbeamten erschossen – ein drastisches Beispiel dafür, wie gefährlich diese Einsätze geworden sind und welche realen, teils unumkehrbaren Risiken eine Politik der schnellen Inhaftierung mit sich bringt.
Die Führung von ICE und das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security) legen diese Prioritäten fest. Sie entscheiden über Inhaftierungspraxis und Durchsetzung. Und sie können das beenden.
Unterschreibe diese Petition für den Schutz von LGBT*-Asylsuchenden und ihren Familien.