Gabun: Liebe ist kein Verbrechen

Gabuns Nationalversammlung prüft einen Gesetzentwurf, der eine fünfjährige Haftstrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Erwachsenen vorsieht. Unterschreibe die Petition, um das zu verhindern.

Stell dir vor, du wirst verhaftet, vor Gericht gestellt und ins Gefängnis geworfen – nicht für etwas, das du getan hast, sondern dafür, wen du liebst.

Genau das bereitet Gabun gerade vor.
Ein Gesetzentwurf, der derzeit der Nationalversammlung vorliegt, sieht eine fünfjährige Haftstrafe und eine Geldstrafe von bis zu 10 Millionen CFA-Francs (ca. 15.000 Euro) für alle vor, die eine gleichgeschlechtliche Beziehung eingegangen sind. Auch die öffentliche Unterstützung von LGBT*-Menschen soll unter Strafe gestellt werden.

Im Jahr 2020 strich Gabun genau diese Straftatbestände aus seinem Strafgesetzbuch – ein Schritt, der weltweit als Meilenstein gefeiert wurde. Jetzt wollen die Behörden diese Entscheidung rückgängig machen und sogar noch weiter gehen, als das alte Gesetz es je tat.

Das würde dieses Gesetz in der Praxis bedeuten:

Männern und Frauen droht Gefängnis für private Beziehungen zwischen einvernehmlichen Erwachsenen.

Eltern, Betreuungspersonen, Lehrkräfte und Journalist*innen könnten strafrechtlich verfolgt werden, bloß weil sie anerkennen, dass LGBT*-Menschen existieren.

Familien wären Denunziation und ständiger Angst ausgesetzt.

Hier geht es nicht um Meinungen oder Kultur. Es ist eine Verletzung des Grundrechts eines jeden Menschen, in Sicherheit zu leben, frei zu lieben und nicht vom Staat dafür bestraft zu werden, wer man ist.

Regierungen haben die Pflicht, ihre Bürger*innen zu schützen – und zwar alle. Menschen dafür ins Gefängnis zu stecken, wen sie lieben, schützt niemanden. Es setzt Menschen Gewalt, Scham und Ausgrenzung aus. Es reißt Familien auseinander. Es bringt Menschen zum Schweigen.

Gabun hat internationale Verträge ratifiziert, die das Recht auf Gleichheit, Würde und Schutz vor willkürlicher Behandlung garantieren. Dieser Gesetzentwurf widerspricht diesen Verpflichtungen fundamental.

Unterschreibe die Petition. Sag Gabun, dass die Freiheit, ohne Angst zu leben und zu lieben, nicht verhandelbar ist.

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Der Präsident der Gabunischen Republik und die Mitglieder der Nationalversammlung von Gabun

Gabun steht an einem kritischen Wendepunkt. Ein Gesetzentwurf, der derzeit der Nationalversammlung vorliegt, droht die Kriminalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen wieder einzuführen – und sogar auszuweiten. Damit würde die mühsam im Jahr 2020 erreichte Abschaffung des Gesetzes rückgängig gemacht. Dies stellt einen schwerwiegenden Rückschritt dar, sowohl für die grundlegenden Menschenrechte als auch für das Ansehen Gabuns in der internationalen Gemeinschaft.

Der Gesetzentwurf sieht Strafen von bis zu fünf Jahren Haft und eine Geldstrafe von bis zu 10 Millionen CFA-Francs (ca. 15.000 Euro) für einvernehmliche Beziehungen zwischen gleichgeschlechtlichen Erwachsenen vor. Zudem soll jegliche öffentliche Unterstützung von LGBT*-Menschen kriminalisiert werden – eine Bestimmung, die noch drastischer ist als das 2020 abgeschaffte Gesetz. Diese Maßnahmen widersprechen den universellen Prinzipien von Würde, Gleichheit und Nichtdiskriminierung aufs Schärfste. Sie verletzen das Grundrecht eines jeden Menschen, in Sicherheit zu leben und frei zu lieben, ohne Angst vor staatlicher Verfolgung haben zu müssen.

Als Gabun im Jahr 2020 gleichgeschlechtliche Beziehungen entkriminalisierte, wurde dies weltweit als bedeutender Fortschritt und als Beweis für das Engagement des Landes für die Menschenrechte anerkannt. Diese Entscheidung rückgängig zu machen, wäre ein schwerer Fehler. Es würde das Vertrauen der Öffentlichkeit in die staatlichen Institutionen untergraben und steht im Widerspruch zu den internationalen Verträgen, die Gabun ratifiziert hat – einschließlich der Afrikanischen Charta der Rechte der Menschen und der Völker.

Regierungen haben die Pflicht, alle ihre Bürger*innen ausnahmslos zu schützen. Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ins Gefängnis zu stecken, schützt niemanden. Es schürt Angst, Scham und Ausgrenzung. Es reißt Familien auseinander und bringt Menschen zum Schweigen. Dies ist keine Frage von Kultur oder Meinung – es ist eine Frage der grundlegendsten Menschenrechte.

Gabun muss sich erneut zu Gerechtigkeit und Gleichheit bekennen. Wir fordern die gabunischen Abgeordneten auf, diesen Gesetzentwurf abzulehnen und sicherzustellen, dass das Strafgesetzbuch des Landes im Einklang mit seinen internationalen menschenrechtlichen Verpflichtungen bleibt. Die Freiheit, ohne Angst zu leben und zu lieben, ist nicht verhandelbar.


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