Stoppt "Konversionstherapien" in Sri Lanka

In Sri Lanka werden nach wie vor gefährliche Praktiken angewandt, um LGBTIQ*-Personen zu "heilen". Bei ihren Opfern verursachen diese "Konversionstherapien" bleibende körperliche und seelische Schäden. Jetzt könnten wir sie in Sri Lanka verbieten lassen, aber wir brauchen deine Hilfe.

Die gefährliche Praxis der "Konversionstherapie" gibt es in Sri Lanka nach wie vor.

Mitglieder der LGBTIQ*-Community in Sri Lanka berichten, dass "Konversionstherapie"-Praktiken immer noch existieren. Oft sind es die Eltern, die ihre LGBTIQ*-Kinder an Orte schicken, an denen sie diesen Eingriffen unterzogen werden – dazu gehören Zwangsmedikation und schädigende religiöse Rituale.

Dimithri Wijesinghe, Rechtsberaterin von Bridge to Equality Collective, sprach in einem Interview über "Konversionstherapie"-Praktiken in Sri Lanka:

"Viele Eltern gehen aus Sorge davon aus, dass sich ihr Kind dieser [Konversionstherapie] unterziehen muss, damit es ein normales Leben führen kann. Das ist sozusagen das allgemeine Verständnis. Deswegen gibt es viele Orte, an denen man sein Kind oder sogar sich selbst einer Konversionstherapie aussetzen kann. In unserem Land verschreiben Ärzt*innen eine Kombination aus Medikamenten gegen Depressionen und Schlaftabletten und ermutigen mit den Worten: "Wenn du diese Medikamente weiterhin [einnimmst], wirst du dich irgendwann normal fühlen. Ich denke, es ist absolut wichtig, über [Konversionstherapien] zu sprechen. Vor allem, weil es uns an Bewusstsein mangelt, was in unserem Land die größte Hürde ist... Schutz ist also wichtig. Ich denke, dass ein Gesetz zum Schutz der Betroffenen der beste Schritt wäre."

Um das vollständige Interview mit Dimithri Wijesinghe zu sehen, klick bitte hier.

Wie Dimithri Wijesinghe berichtet, werden viele Mitglieder der LGBTIQ*-Community in Sri Lanka Opfer gefährlicher "Konversionstherapie"-Praktiken, die nach wie vor von Einzelpersonen, Familienmitgliedern, medizinischen Fachkräften sowie religiösen und gesellschaftlichen Autoritäten durchgeführt werden.

"Konversionstherapie" wird als Oberbegriff für eine Vielzahl von verschiedenen Eingriffen verwendet. Aber alle von ihnen gehen davon aus, dass die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität (SOGI) einer Person verändert werden kann und soll.

Es handelt sich dabei um zutiefst schädliche Eingriffe, die auf der medizinisch falschen Vorstellung beruhen, dass LGBTIQ-Personen krank sind. Sie verursachen schweres Leid und führen zu lang anhaltenden seelischen und körperlichen Schäden.

Im Jahr 2020 forderte der unabhängige UN-Experte für SOGI ein weltweites Verbot der "Konversionstherapie" und bemerkte, dass betroffene Länder ganz besonders zum Schutz von Kindern und Jugendlichen dringende Maßnahmen ergreifen müssen.

"Praktiken der Konversionstherapie fügen lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und genderdiversen Personen (LGBT*) schwere Schmerzen und Leiden zu, die oft zu lang anhaltenden psychischen und physischen Schäden führen", und "solche Praktiken stellen eine ungeheuerliche Verletzung der Rechte auf körperliche Autonomie, Gesundheit und den freien Ausdruck der eigenen sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität dar".

Aber jetzt hat Sri Lanka die Chance, dem ein für alle Mal ein Ende zu setzen!

Unterschreibe jetzt, um ein vollständiges Verbot von "Konversionstherapien" in Sri Lanka zu fordern.

Diese Kampagne wird von ILGA Asia zusammen mit dem Community Welfare and Development Fund (CWDF), DAST, Bridge to Equality und Equal Ground Sri Lankadurchgeführt.

 

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An das Gesundheitsministerium, das Ministerium für Justiz, Strafvollzug und Verfassungsreformen, das Ministerium für Frauen, Kinder und soziale Entwicklung, das Bildungsministerium, die Regierung von Sri Lanka:

Um ein vollständiges Verbot der gefährlichen und zutiefst schädlichen Praxis der "Konversionstherapie" landesweit durchzusetzen und um sicherzustellen, dass LGBTIQ*-Personen geschützt werden und die gleichen Rechte wie alle anderen wahrnehmen können, fordern wir die Regierung von Sri Lanka auf, konkrete und dringende Maßnahmen zu ergreifen, um...

- ein vollständiges Verbot jeglicher Form von Konversionstherapie zu erlassen und durchzusetzen;

- Verständnis, Akzeptanz und Integration von LGBTIQ*-Personen zu fördern;

- Kampagnen durchzuführen, um Eltern, Familien und Gemeinden über die Wirkungslosigkeit von "Konversionstherapien" und die dadurch verursachten Schäden aufzuklären.


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