Russland: LGBT*-Aktivistin unter Hausarrest

LGBT*-Aktivistin Yulja soll für das Zeichnen einer Regenbogenfamilie gegen das russische "homosexuelle Propaganda"-Gesetz verstoßen haben.

Update - 01. Dezember 2022: Gute Nachrichten! Nach mehr als drei Jahren Hausarrest und scheinbar endlosen juristischen Auseinandersetzungen wurde Yulja endlich von allen Anschuldigungen freigesprochen. Sie konnte zusammen mit ihrer Familie Russland verlassen und ist nun in einem europäischen Land in Sicherheit!

Update – 22. Juli 2022: Nach über drei Jahren Verfolgung durch die russischen Behörden, nur weil sie ein Bild von LGBT*-Familien und einige körperpositive Illustrationen gezeichnet hatte, wurde Yulja am 15. Juli 2022 von einem Gericht freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft legte jedoch Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts ein. Der Kampf geht weiter und die Mitglieder von All Out werden Yulja weiterhin unterstützen.

Update – 16. Februar 2021: Die Staatsanwaltschaft in Chabarowsk genehmigt die Anklage gegen Yulja. Wird sie schuldig gesprochen, drohen ihr bis zu sechs Jahre Haft.

Update – 13. Juni 2020: Die Behörden haben Yulja erneut angeklagt das "homosexuelle Propaganda"-Gesetz verletzt zu haben, nachdem sie neue Zeichnungen von gleichgeschlechtlichen Familien veröffentlicht hatte, um gegen ein homophobes Polit-Video zu protestieren, in der für das jüngste Verfassungsplebiszit Russlands geworben wurde.

Update – 16. März 2020: Yulja wurde heute aus dem Hausarrest entlassen. Trotzdem darf sie nicht reisen und wird weiterhin strafrechtlich verfolgt.

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Als Yulja hörte, dass ein gleichgeschlechtliches Paar mit seinen Kindern aus Russland fliehen musste, da es von Autoritäten attackiert wurde, erstellte sie eine Illustration (siehe oben – Text: "Familie ist da, wo Liebe ist. Unterstütze LGBT*-Familien.").

Nachdem sie das Bild in sozialen Netzwerken teilte, erfanden Behörden die Anklage, sie hätte gegen das russische "homosexuelle Propaganda"-Gesetz verstoßen. Es wurde ein Bußgeld von 50.000 Rubel (etwa 720 €) verhängt und Yulja wurde unter Hausarrest gestellt. Nun droht ihr eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Jahren.

Sie ist nicht die erste Person, die dem "homosexuelle Propaganda"-Gesetz zum Opfer fällt. Aber mit deiner Hilfe, ist sie vielleicht die letzte.

Wenn sich genügend Menschen für sie einsetzen, werden die Anklagen womöglich fallen gelassen und das "homosexuelle Propaganda"-Gesetz wird abgeschafft.

Unterzeichne Yuljas Petition noch heute.

Diese Kampagne wird gemeinsam mit dem Moskauer Community Center durchgeführt.

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An: Russische Autoritäten

Yulja Tsvetkova soll gegen das russische "homosexuelle Propaganda"-Gesetz verstoßen haben. Es wurde ein Bußgeld von 50.000 Rubel verhängt und sie wurde unter Hausarrest gestellt, weil sie Illustrationen in sozialen Netzwerken teilte, die Gleichstellung fordern.

Wie viele andere Menschen vor ihr, wird Yulja für den Wunsch nach Gleichstellung und Gerechtigkeit in Russland verfolgt.

Wir fordern Sie dazu auf, alle Anklagen gegen Yulja Tsvetkova fallen zu lassen und das "homosexuelle Propaganda"-Gesetz abzuschaffen.


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