"Zu schwul, zu schwarz": AfD verhindert Amtsarztsernennung

Gesundheitsstadtrat (AfD) in Treptow-Köpenick verweigert Dr. Hedeler die Nachfolge zum Amtsarzt bis dieser seine "Außendarstellung ändert".

"Sie passen hier nicht" - mit dieser Begründung wurde meine Bewerbung zum leitenden Amtsarzt im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick vom Gesundheitsstadtrat Bernd Geschanowski (AfD) abgelehnt. Während er das sagte, zeigte Herr Geschanowski auf seine Haut. Er empfahl mir meine "Außendarstellung zu ändern”.


Bevor mein Chef und ehemaliger Amtsarzt Andreas von Welczeck pensioniert wurde, ernannte er mich zu seinem Stellvertreter. Meine Bewerbung für seine Nachfolge wurde aber ignoriert. 


Trotz der Pandemie ist deshalb die Amtsarzt-Stelle bis heute vakant. 


Es gibt keinen Grund für die Ablehnung meiner Bewerbung. Mit meiner langjährigen Erfahrungen im Gesundheitsamt Bremen, bei „Ärzte ohne Grenzen“ und meiner Arbeit zur Eindämmung der Ebola-Epidemie in Sierra Leone 2014, sind meine Referenzen in der Seuchenbekämpfung hervorragend.


Was der AfD ein Dorn im Auge ist, ist meine Hautfarbe und meine sexuelle Orientierung.


Ich bin in Kuba geboren und mit einem Mann verheiratet. Deshalb will man meine Ernennung zum Amtsarztes für Treptow-Köpenick verhindern - weil ich schwul und schwarz bin.

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An Michael Müller, Bürgermeister Berlin & Oliver Igel, Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick:

Das Grundgesetz garantiert den Schutz vor Diskriminierung. 

Dr. Hedeler wurde aufgrund seiner Hautfarbe und sexuellen Orientierung von AfD Gesundheitsstadtrat Bernd Geschanowski diskriminiert.

Wir fordern die sofortige strafrechtliche Untersuchung der Angelegenheit!

Wir fordern eine sofortige faire und unabhängige Bewertung der Bewerbung von Dr. Hedeler auf die Stelle des leitenden Amtsarztes im Bezirk Treptow-Köpenick.

Der Berliner Bezirk Treptow-Köpenick verdient eine qualifizierte Person, um die Leitung der Amtsarztstelle zu bekleiden. 


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